Als wir Chiang Dao 2013 zum ersten Mal entdeckten, waren wir von diesem Berg, dem einzigen echten alpinen Massiv Thailands, sofort fasziniert. Damals noch weder Touristen noch Thais bekannt, beeindruckte uns seine Schönheit und Majestät auf Anhieb. Mit seinen zahlreichen, über 2.000 Meter hohen Gipfeln und einer Vielzahl an niedrigeren Gipfeln und Graten, die sich majestätisch gegen den Himmel erheben, ist Chiang Dao zweifellos der schönste Berg Thailands, wo Fels und Dschungel ineinanderfließen.
Diese Trekkingtour unterliegt den Bestimmungen des Nationalparks und ist nur vier Monate im Jahr, von November bis Februar, möglich. Eine frühzeitige Buchung ist unbedingt erforderlich, da die Plätze sehr begrenzt sind. Am ersten Tag besteigen wir den Gipfel des Doi Luang (2.225 m) und übernachten in Zelten. Am zweiten Tag steigen wir zum Ausgangspunkt ab. Die Tour ist nicht besonders schwierig, erfordert aber die Fähigkeit, an einem Tag über 1.000 Höhenmeter zu überwinden.
BESONDERHEITEN DER TOUR
9'900
Nach anderthalb Stunden Fahrt erreichten wir den Chiang-Dao-Nationalpark. Schon von der Hauptstraße aus konnten wir die spektakuläre Bergkette erblicken, die sich 2000 Meter über uns erhob. Je näher wir kamen, desto mehr beeindruckten uns die hohen Klippen und die zahlreichen Gipfel, die diesen Berg so einzigartig machen. Es war eine einmalige Gelegenheit, ihn zu besteigen. Da sich der Gipfel in einem Naturschutzgebiet befindet, unterliegt der Zugang einigen Auflagen. Nach allen notwendigen Kontrollen fuhren wir mit den Parkwächtern eine Stunde lang zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Früher führten auch andere Wege zum Gipfel. Diese wurden jedoch von den Nationalparkbehörden gesperrt, um Wilderer fernzuhalten. Wir nehmen den letzten verbliebenen Pfad, der am Westhang des Berges beginnt und zum Gipfel des Chiang Dao führt, der sich majestätisch im Osten erhebt. Dieser einzigartige Pfad durchquert die gesamte Bergkette auf einem von Klippen und Gipfeln umgebenen Plateau. Der Aufstieg zum Gipfel erfordert einen Höhenunterschied von 1000 Metern innerhalb des Massivs, inmitten einer majestätischen alpinen Kulisse.
Oben angekommen, hat sich die Anstrengung gelohnt. Der Ausblick ist grandios und erstreckt sich über eine Reihe steiler Gipfel und hoher Hügel. Man fühlt sich wie im Herzen Thailands und kann das ganze Land überblicken. Im Winter ist der Himmel klar, und wir haben das Privileg, einen atemberaubenden Sonnenuntergang im Westen zu erleben. Es ist eine der schönsten Berglandschaften, die wir in Thailand gesehen haben. Mit Einbruch der Dunkelheit steigen wir zurück zum Zeltplatz ab, wo wir die Nacht in unseren Zelten verbringen werden.
Auf 2000 Metern Höhe können die Nächte selbst in Thailand kalt sein. Zum Glück haben unsere Träger alles für eine angenehme Nachtruhe vorbereitet. Am zweiten Tag brechen wir vor Sonnenaufgang auf und setzen unsere Wanderung zu einem weiteren Gipfel fort. Licht und Schatten spielen ein faszinierendes Versteckspiel um die Gipfel, während der Sonnenaufgang die Bergkette in ein unwiderstehliches Licht taucht. Wir genießen diese einzigartige Atmosphäre, bevor wir zum Frühstück absteigen. Bald ist es Zeit für den Rückweg.
Wir steigen auf demselben Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt ab. So können wir die Aussicht aus einer anderen Perspektive genießen, viel bequemer als auf dem Aufstieg. Der letzte Abstieg ist die einzige Herausforderung des Tages. Er ist steil und rutschig. Wir achten genau auf unsere Schritte, um nicht auszurutschen. Überglücklich, aber ziemlich müde erreichen wir schließlich das Basislager des Nationalparks, wo unser Taxi schon wartet, um uns zurück nach Chiang Mai zu bringen.
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